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  #1  
Alt 27.12.2009, 23:05
Benutzerbild von Bowhunter
Bowhunter Bowhunter ist offline
Späher
 
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Standard Unvergesslicher Angelurlaub

Ich weiß nicht, ob diese Geschichte hier in das Forum passt, aber ich finde irgendwie schon. Ich möchte über meinen Sommerurlaub auf unsrem Schiff erzählen. Wenn man 6Wochen auf einem Schiff bis nach Schweden, beinahe bis nach Norwegen, verbracht hat, finde ich, ist das auch outdoor. Viel Spass beim lesen. Hat zwar sehr viel mit angeln zu tun, aber ich kann unmöglich über den ganzen Urlaub berichten , das würde den Rahmen sprengen!

Ein unvergesslicher Sommerurlaub


Als wir mit unserem Schiff von der Schwedentour wiederkamen, brannten wir schon darauf, wieder in Dänemark zu angeln. Obwohl wir traurig waren, dass wir Schweden schon nach 3 Wochen verlassen mussten. In Dänemark fingen wir immer mehr. Unsere Erfahrung ist, dass in Schweden im Sommer nichts beißt, zumindest nicht in den Scherengebieten West Schwedens. Das einzige was wir mit unserer Angelbordausrüstung fingen, waren 2-4 Schellfische in der größenklasse von 8-15cm, einen Butt von etwa 25cm und einen Hornhecht von 54 cm. Also nicht so brillant das ganze. Trotzdem genossen wir die 3-Wochen in Schwedens Natur sehr. Wir fahren schon seit Jahren jedes Jahr in den Sommerferien mit unserem Schiff nach Schweden.
Schon in dem ersten Hafen Dänemarks, den wir anliefen, fingen mein Bruder und ich 2 Hornhechte. Der eine hatte 64,5 cm, der andere den ich gefangen hatte, war ganze 73,5 cm lang. Ein echt Kapitaler.
Taktik: Zu erst versuchten wir es mit Garnele, das Lief aber nicht so gut. Als wir auf der Mole standen, sahen wir einen Schwarm kleiner Heringe. Wir holten unsere Drillinge aus dem Angelkoffer, und hakten ein paar von den Fischchen. Die hängten wir natürlich tot an einen Drilling, den wir an einer Pose montierten. Und schon kam der erste Biss. Ich merkte sofort, dass war kein kleiner. Doch kurz vor der Mole ging er mir verloren, so weitere 3. Später fingen wir dann aber doch noch die zwei strammen Hornhechte, und waren zufrieden.

Nach ein paar Tagen liefen wir mit unserem Schiff den alten Hafen von Middelfahrt an. Dort versuchten wir unser Glück mit Makrelen Fetzten, die unser Vater mit aus der Stadt gebracht hatte. Die hängten wir an einen Einzelhaken. Wir versuchten wieder unser Glück mit der Pose. Gerade als ich mit dem sortieren der Angelsachen zugange war, lotete mein Bruder die Pose aus. Plötzlich rief er: „ Eine Meerforelle schnuppert an meinem Haken!“, und es stimmte. Sie packte sich den Köder und zappelte heftig. Da mein Arm zu kurz war, kam ich nicht mit dem Kescher an die Meerforelle. Das Spiel war leider verloren. Sie riss den Haken aus ihrem Maul, und schwamm gemütlich davon. Der Anblick war nicht schön, aber so kann es eben kommen, Und dann auch noch so eine schöne. Sie hatte bestimmt 50 cm. Frustriert packten wir erst einmal zusammen. Am Abend versuchte ich es noch mal. In der Zeit war mein Bruder mit unserem Vater duschen gegangen. Ich packte in der Dunkelheit unsere Sachen ein. Ich warf unsere alten Köder ins Hafenbecken, direkt vor unser Schiff. Da horte ich ein Plätschern, und sah eben noch wie eine Forelle sich den Köder, der noch nicht unter gegangen war, von der Oberfläche nahm. Mein Puls stieg höher. Ich hing gerade einen Frischen Köder an meine Pose, und stellte sie so hoch wie möglich. Schon kam die Forelle wieder, und packte sich meinen Köder. Doch da der Haken zu klein war, ging sie wieder ab. Da sah ich plötzlich wieder 2 Forellen an der Wasseroberfläche schwimmen. Sie schienen vom Licht, dass die starken Hafenlampen ins Wasser strahlten, angezogen. Als mein Bruder auch noch dazukam, staunte er nicht schlecht. Wir versuchten viele Köder aus. Der Hafen schien voll mit Forellen. Es war inzwischen 12: Uhr. Mein Bruder und ich suchten und fanden immer wieder die Forellen. Wir verloren sie auch immer wieder. Die Haken schienen nicht spitz genug. Da nahm ich meinen Küstenwobbler Salty mit den ultra scharfen Drillingen, ließ ihn vor der Forelle ins Wasser, und sie biss zu. Es dauerte nicht lange, da war sie im Kescher. Wir staunten nicht schlecht, als wir sahen, dass es eine Steelhead war. 44 cm lang.
Am nächsten Tag fuhren wir nach Aarösund. Dort fingen wir nachmittags nichts. Doch am Abend fingen mein Bruder und ich 3 etwas über 50 cm lange Hornhechte. Als auch noch unser Vater dazukam fing er auch noch 3 Hornhechte. Über uns war wieder ein Großer Hafenstrahler. Da sahen wir wieder eine Meerforelle. Ich konnte es zu erst nicht glauben. Zum dritten aml in Folge angelten wir Meerforelle auf Sicht. Ich ließ sofort meinen Salty heruntertaumeln. Sie biss zu. Diesmal konnte unser Vater sie sicher landen. Was führ ein Brocken. 52.5cm lang, und über zwei Kilos schwer. Von dieser Meerforelle wurden wir 4 Personen satt.
Nach ein paar Tagen fuhren wir wieder in unseren Heimathafen Sönderborg. Dort fingen wir vom Schloss aus auf Bestellung, mit Garnelen an einem Tag 14 Dorsche. Am drittletzten Tag konnten wir einen Echt schönen Fang machen. Drei Dorsche, und alle über 53cm, 8 Heringe und eine Meerforelle mit 51cm, die auf einen 15cm langen Hering biss. Das war ein echt erfreulicher Fang. Doch am Nächsten Tag spielte sich für meinen Bruder und mich eine Tragödie ab. Wir fingen keine Dorsche. Wir versuchten es mit Gummifischen. Mein Bruder warf mit einem 5cm langen roten Gummifisch aus. Er kosstete 5ct. Doch plötzlich schrie mein Bruder auf:“ Eine Meerforelle“! Wir trauten unseren Augen nicht. Eine etwa 80cm lange Meerforelle schnappte sich den 5ct Gummifisch nur zwei Meter vor der Mole. Der Rücken war riesig breit. Doch ehe mein Bruder die Bremse aufdrehen konnte, zerschlug die Meerforelle mit einem Schlag die 0.30 Mono. Wir waren am Boden zerstört. Gerade verloren wir den vielleicht Fang unseres Lebens. Aber eines haben wir daraus gelernt. Auch billige Köder fangen Fisch. Und was für welche! Und wenn die Meerforelle erst einmal in Beißlaune ist, geht sie auf fast alles. Doch trotzdem war dies unvergesslicher Angelurlaub. Es war ein Meerforellenjahr. Schon im Frühjahr konnten wir zwei Meerforellen von 42 und 58 cm erbeuten. Beide bissen auf Wattwurm an der Grundmontage. Ich wünsche ihnen noch ein weiteres schönes Angeljahr und viel Erfolg.

Petri Heil

PS: Ich weiß, der Text ist sehr ermüdend!

Geändert von Bowhunter (05.01.2010 um 14:11 Uhr)
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  #2  
Alt 24.04.2011, 22:49
Luchs Luchs ist offline
Anfänger
 
Registriert seit: 23.04.2011
Beiträge: 7
Renommee-Modifikator: 0
Luchs Stammes Mitglied
Cool

Also ich finde den Text überhaupt nicht ermüdend danke.
Auch ich bin leidenschaftlicher Angler. In den Pfingstferien machen wir mit unserer Familie immer einen "1Wochen- Nordseesegeltörn". Da bin ich immer für das Abendessen zuständig . Ach jaaaaaa, das Angeln vom Boot ist schon was tolles... Ich habe mir vorgenommen bald mal den Angelschein zu machen, damit ich auch "Binnenangeln" kann (Beim Angeln in der Nordsee ist ja kein Schein nötig) Ich wünsche dir noch viele weitere tolle "Angelerlebnisse!!!

der Luchs...
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