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Kräuterecke Wissenswertes zu diesem Thema. Austauschen von Kräuterrezepten usw.

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  #1  
Alt 19.12.2006, 21:07
Benutzerbild von Höhlenbärin
Höhlenbärin Höhlenbärin ist offline
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Registriert seit: 22.07.2006
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Höhlenbärin Stammes Mitglied
Standard Mondblut

Ich dachte mir, da mich diese Frage schon länger beschäftigt, ich stelle sie ins Forum, zur Ideensammlung (auch Männer sind willkommen *g*):

Wie haben eigentlich die Frauen in vergangener Zeit die Zeit ihrer Periode verbracht? Ich meine, was haben sie zum Aufsaugen verwendet?
Irgendwelche Schwämme oder so?
Kann man das auch heute noch in unseren Wäldern finden? Es interessiert mich, weil ich mir denke, wenn man einige Tage durch die Wildnis wandern will, und überrascht wird, dass man etwas als Ersatz hat, dass man nach Gebrauch wieder vergraben kann und 100% biologisch abbaubar ist! (Weil Plastikbinden tagelang rumschleppen... naja.) (Und ich weiss nicht, ob die normale weiße Watte abbaubar ist..)
Wenn jemand etwas zum Ideenpool beisteuern kann, ist er herzlich eingeladen!!
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  #2  
Alt 20.12.2006, 13:27
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Hallo Höhlenbärin,
Watte aus reiner Baumwolle ist vollständig abbaubar, aber es braucht halt einige Zeit, wenn man sie nur vergräbt. Am schnellsten baut sie sich ab, wenn man sie verbrennt (zumindest soweit wie es geht) und den Rest vergräbt (Das gilt übrigens auch für Klopapier). Optimal ist eine Spatentiefe, in dem Bereich sind die Bodenorganismen noch aktiv, aber es ist tief genug, dass es der Fuchs nicht gleich wieder ausbuddelt.
Reine Baumwollwatte ist zudem noch ein sehr brauchbares Zundermaterial, ist somit für vielerelei Notfälle geeignet...
Ich hab mir auch schon öfter überlegt, wie das die Frauen früher gemacht haben. Alle möglichen saugfähigen Materialien wie Moos und Schwämme stell ich mir im Schritt nicht sonderlich angenehm vor. Je nach Stärke der Blutung ist der "Materialbedarf" ja auch ganz unterschiedlich. Da aber Leinenstoffe schon recht früh hergestellt wurden, bin ich überzeugt, dass Binden aus Leinen waren, die wieder ausgewaschen und immer wieder verwendet wurden.
Liebe Grüße von
Elke
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Leg ein Ohr an den Erdboden, dann ist das andere für den Himmel offen.
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  #3  
Alt 20.12.2006, 18:16
Benutzerbild von Susanne
Susanne Susanne ist offline
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Susanne BoteSusanne Bote
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Hallo!
Ja, das ist schon ein wichtiges Thema, und ich finde es gut, dass Du es anschneidest.
Es gibt natürlich einige vor allem Flechtenarten, die sich dafür gut eignen, weil saugend und gleichzeitig etwas desinfizierend. Aber erstens sind die relativ selten (wie Du ja vielleicht weißt, deutet starker Flechtenbewuchs auf eine intakte Flora hin, und die wird ja bekanntlich immer rarer). Zweitens sind wir Frauen leider auch nicht mehr das, was wir mal waren - d.h., durch Junkfood, hunderte von Giften in Gewändern und natürlich auch Binden und Tampons ist unsere Scheidenflora bereits äußerst labil und hält - fürchte ich - so was Natürliches wie eine Flechte nicht mehr aus, ohne mit einem Infekt, Pilz o. ä. zu reagieren. Und angenehm ist´s wahrscheinlich auch nicht, hast Recht, Elke. Deshalb auch mein Rat: Decke Dich mit biologischen Tampons und Binden (die Du in jedem Reformhaus bekommst) ein, wenn Du fühlst, die Mondzeit nähert sich!!!
Alles Liebe
Susanne
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  #4  
Alt 20.05.2007, 01:56
Benutzerbild von Harthor
Harthor Harthor ist offline
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Harthor Stammes Mitglied
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um den geforderten mänlichen Part beizusteuern... Ich habe mich das auch schon ein paar mal gefragt und grad langeweile...

Zitat:
Es war daher in Verbindung mit überalterten Gepflogenheiten (man solle sich während der Menstruation nicht waschen) durchaus möglich, die Menstruierende an ihrem charaktistischen Geruch nach zersetzendem Blut zu erkennen. Die moderne Tampon- und Bindenwerbung spielt noch heute mit diesen alten Erfahrungen bzw. aus den daraus resultierenden Ängsten der Menstruierenden, Unbeteiligte könnten die Menstruation sehen, riechen oder hören.
Zitat:
Fast alle alten Kulturen kannten eine besondere Menstruationskleidung und hygienische Hilfsmittel, um das Menstrualblut aufzusaugen. Zu diesem Zweck wurden Binden aus Pflanzenfasern, Bast oder Gras benutzt. Auch Binden aus Leinen oder Stofffetzen wurden verwendet. Im alten Ägypten benutzten die Frauen sowohl Binden, als auch Tampons aus Gras oder in römischer Zeit aus Baumwolle.[12] Bis ins 19. Jahrhundert hinein war es nicht generell üblich, Unterwäsche zu tragen, und im Mittelalter war es den Frauen sogar verboten. [13] Deshalb benutzten die Frauen auf dem Land meist keine Binden, sondern ließen das Blut auf die Erde laufen. Ansonsten behalfen sie sich mit selbstgenähten Stofftüchern.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert galt der reibungslose Ablauf der Menstruation als immens wichtig für die Gesundheit der Frau. Jede Tätigkeit, die diese behinderte, sollte vermieden werden. Aus diesem Grund wurde den Frauen empfohlen, sich möglichst zu schonen und fast ausschließlich zu ruhen. Auch das Wechseln von Binden galt als schädlich, da so der Blutfluss vorzeitig gestoppt würde. Es wurde empfohlen, sich nicht zu waschen, nur eine Binde zu nutzen und die Unterwäsche nicht zu wechseln. Andererseits waren auch einige Ärzte der Meinung, dass häufiges Waschen und kurze Sitzbäder für den reibungslosen Ablauf wichtig seien. Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts gab es die ersten Einwegbinden zu kaufen und in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts brachte die Firma OB den Tampon auf den Markt.
beides aus Wikipedia... Das Mittelalter war einfach ekelig^^

leider ist mein Englisch nicht das besste... und ich bin übermüdet also lest lieber selbst... http://www.mum.org/ vor allem das hier http://www.mum.org/neues5.htm (ist auf deutsch entzieht sich aber gerade meiner aufmerksamkeit...)

Ihr seht auch Männer machen sich darüber Gedanken^^
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Du hast keine Schuld daran wie die Welt ist, aber du hast Schuld wenn sie so bleibt!
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  #5  
Alt 21.05.2007, 09:58
Benutzerbild von Susanne
Susanne Susanne ist offline
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Danke, Harthor, für den männlichen Part! Ich möchte dazu nur noch kurz bemerken, dass ich zwar insgesamt wirklich sehr für Intimhygiene bin, aber ich krieg doch jedes mal schon Aggressionen, wenn ich diese o.b.-Werbungen sehe: man(n) sieht nix, riecht nix, schmeckt nix, hört nix.... folglich ist da auch nichts. Und genau das stimmt nicht: die Menstruation oder die Mondzeit ist seit Menschengedenken bei den Frauen als eine Zeit der besonders intensiven Verbindung mit der "Anderswelt" oder den Spirits oder wie auch immer man das nennen mag, bekannt gewesen und genutzt worden (siehe z.B. "moonlodge" bei den Ureinwohnern Nordamerikas, wo menstruierende Frauen zusammenkamen und -kommen, um über Frauenwissen zu reden und offen zu sein und werden für Visionen). Auch Männern war das geläufig, und wie so oft, hat Mann es dann mit der Angst gekriegt - da war etwas, das sich völlig jeglicher männlichen Kontrolle entzog - und daraufhin hat Mann die Ammenmärchen der "Unreinheit" (siehe vor allem neben dem Christentum die extrem strengen Gesetze diesbezüglich in der jüdischen Thora!!) in die Welt gesetzt. In meinen Frauenkursen sind die Diskussionen über dieses Thema meist sehr intensiv und emotional, da kommen schon recht tiefe Dinge hoch.... vielleicht wollt Ihr Euch ja in diesem Forum auch einmal stärker mit dem weiblichen Zyklus auseinandersetzen? Finde, das passt gar nicht so schlecht hierher!
Susanne
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  #6  
Alt 07.06.2007, 16:47
Benutzerbild von samoa
samoa samoa ist offline
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samoa Stammes Mitglied
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achja über den Zyklus und wie der durch Beeinflussung von Hormonen aus den Fugen geraten kann, da kann ich ein Lied davon singen. Soweit ich gelesen habe, waren die Tage der Blutung und sind vor allem immer noch bei Naturvölkern keineswegs so lange wie bei uns, das waren 1-2 Tage was natürlich einen großen Unterschied ausmacht. Durch die Beeinflussung der Hormone etz, zieht sich das ja teilweise bei den Damen auf bis zu 10 Tage..heute ein unvorstellbarer Gedanke sich 10 Tage abzuschotten und zu Hause zu verschanzen. Doch ich kann es mir gut vorstellen daß sich die Naturvölker einfach zusammengesetzt haben und eben an diesen 2 Tagen ihre Rituale vollzogen haben. Dieser Gedankenaustausch gefällt mir und das Thema finde ich auch sehr interessant
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folge der Stimme deines Herzens,. dann kannst du den Weg der für dich vorgesehen ist, nicht verfehlen. Vertraue auf das große Geheimnis,.denn auch sein Glück liegt in deiner Hand
Chante Eta`n
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  #7  
Alt 07.04.2009, 02:24
agave agave ist offline
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agave Stammes Mitglied
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spannendes gespräch interessiere mich auch sehr für die monatsblutung und vor allem wie frau und die gesellschaft mit ihr umgegangen ist und es gegenwärtig tut.

waran ich beim lesen eurer beiträge denken musste, sind sogenannte menstruationsbecher, da gibt es verschiedene produkte zb. den mooncup (oder auf deutsch mondtasse), den keeper, den divacup...
es handelt sich hierbei um kleine becherchen aus silikon oder ähnl., die genau wie ein tampon in die vagina eingeführt werden, dort das blut aber nicht aufsaugern sondern nur auffangen. nach einiger zeit, kann frau ihn dann herausziehen und in die toilette, auf den waldboden, zu pflanzen zum düngen etc entleeren.
höhlenbärin, du hattest ja anfangs gefragt, wegen wanderungen durch die wildnis, da eignet sich so ein menstruationsbecher natürlich perfekt kein nerviges mitgeschleppe von tampons, kein müll, nur nahrhaftes blut für die umwelt
ich benutze selber seit mehr als einem jahr einen mooncup und bin sehr zufrieden (die anderen marken sind sicherlich gleichwertig), es ist im prinzip nicht viel anders als ein tampon, nur toller, weil kein müll, geringere kosten, kein austrocknen der vagina usw.
wenn es euch interessiert, dann googelt mal, oder guckt zb auf http://mooncup.co.uk/menstrual_cup_deutsche.html

es lohnt sich!
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  #8  
Alt 07.04.2009, 08:45
Benutzerbild von Susanne
Susanne Susanne ist offline
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Liebe Agave!
Danke für den tollen und wissenswerten Beitrag, muss gleich mal dem Link nachgehen. Hab zwar schon von den mooncups gehört, weiß aber noch nix Genaueres drüber!
Herzliche Grüße
Susanne
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  #9  
Alt 14.04.2009, 14:01
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Sitanka Sitanka ist offline
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Sitanka Stammes Mitglied
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Zitat:
Zitat von Höhlenbärin Beitrag anzeigen
Ich dachte mir, da mich diese Frage schon länger beschäftigt, ich stelle sie ins Forum, zur Ideensammlung (auch Männer sind willkommen *g*):

Wie haben eigentlich die Frauen in vergangener Zeit die Zeit ihrer Periode verbracht? Ich meine, was haben sie zum Aufsaugen verwendet?
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Kann man das auch heute noch in unseren Wäldern finden? Es interessiert mich, weil ich mir denke, wenn man einige Tage durch die Wildnis wandern will, und überrascht wird, dass man etwas als Ersatz hat, dass man nach Gebrauch wieder vergraben kann und 100% biologisch abbaubar ist! (Weil Plastikbinden tagelang rumschleppen... naja.) (Und ich weiss nicht, ob die normale weiße Watte abbaubar ist..)
Wenn jemand etwas zum Ideenpool beisteuern kann, ist er herzlich eingeladen!!
liebe höhlenbärin,

ich habe im internet eine ganz tolle seite für uns frauen gefunden, die sich mit diesem thema sehr auseinandersetzen. ich habe zwar jetzt auf deine frage konkret nichts gefunden, doch ich denke, dass sie es sicher wissen werden.

ist wirklich eine tolle seite.

www.rotermond.de

ps: , ich hab noch vergessen zu erwähnen, dass es ja mittlerweile auch gute biologische binden gibt, die vollständig abbaubar sind, ich verwende sie schon lange und manchmal mache ich ein ritual daraus, ich hebe mir von den ganzen mondtagen die binden auf und verbrenne sie dann im lagerfeuer oder im kachelofen. außerdem schenke ich jeden monat mutter erde ein teil meines blutes.
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lg, Karin Theresa
Mitakuye Oyasin

Lass nicht zu, dass deine Ängste, Deinen Träumen im Weg stehn!


Geändert von Sitanka (14.04.2009 um 14:11 Uhr)
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  #10  
Alt 17.04.2009, 09:53
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Höhlenbärin Höhlenbärin ist offline
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Höhlenbärin Stammes Mitglied
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Herzlichen Dank für die neuen Beiträge! Muss mich auf diesen Seiten mal umsehen. Finde es toll, dass nach so langer Zeit wieder jemand neue Infos zum Beisteuern hat! Weiter so!!

Ich finde es auch schade, dass in der heutigen Zeit das Thema "Zyklus" gerade zu ein Tabuthema ist. Manchmal denke ich mir, dass es die Frauen früher leichter hatten, sie haben sich eben (wie schon beschrieben) ein paar Tage abgeschottet und konnten sich nur um sich selbst kümmern. Jetzt muss man immer volle Leistung bringen, und kann sich niemals auf sich selbst konzentrieren. Dabei ist man gerade in dieser Zeit etwas sensibler...
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Die Natur ist die beste Führerin des Lebens
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